Blurred motion of car lights passing through a tunnel in Istanbul, Turkey.

Raus aus Istanbul

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Türkei

Nachdem wir wie erwähnt bereits einige Zeit in Istanbul gewartet hatten, nur um auf der iranischen Botschaft die Nachricht zu erhalten, dass unser Iranvisum, abgelehnt wurde, entscheiden wir uns, einen zweiten Versuch über eine Visaagentur zu unternehmen. Einen Tag nach dem Botschaftsbesuch kontaktieren wir Zahra von Key2Persia, die laut diverser in Foren geteilter Erfahrungen schon vielen Reisenden mit ihren Iranvisa helfen konnte.

Wenige Stunden später erhalten wir ihre Antwort: Die Kosten liegen bei 30 US Dollar pro Person, nach 1-3 Werktagen werden wir die Visa-Bewilligung erhalten. Ok, wir bezahlen noch am selben Abend, es ist ein Dienstag. Donnerstags und Freitags wird im Iran nicht gearbeitet. Es erscheint sehr unwahrscheinlich, dass wir bis Mittwoch Abend die Bewilligungen erhalten. Und so kommt es auch. Die Beantragung ist zwar Mittwoch Früh ans Ministerium gegangen, wir hören aber erst Sonntag Früh wieder von Zahra. Ich darf ins Land, Daggi hingegen wurde erneut abgelehnt!

Na toll, nur ein Visum hilft uns auch nicht weiter. Zahra schreibt aber direkt, sie würde es ein weiteres Mal versuchen, wir sollten warten. Warten können wir… aber darüber haben wir ja schon mal geschrieben.

Montag Früh, Nachricht von Zahra: Daggi darf doch zusammen mit ihrem Ehemann in den Iran reisen. Die Nachricht freut uns natürlich, nach einer Entscheidungsgrundlage fragen wir lieber nicht. Die Botschaft in Istanbul öffnet um 14 Uhr, also packen wir alles Benötigte und stellen uns in die Schlange. Wir warten, werden aufgerufen und bekommen einen Zettel auf dem eine Bankverbindung und ein Euro-Betrag stehen. Sie verlangen 50 Euro pro Visum plus 50% Expresszuschlag, weil wir das Visum gerne am gleichen Tag noch in den Pass bekommen möchten und nicht erst in ein paar Tagen. Wir haben genug gewartet.

Mit dem Zettel geht es ums Eck zur nächsten Bank, wo wir 150 € zum aktuellen Kurs in türkische Lira umgerechnet einzahlen dürfen. Wieder zurück in die Botschaft, Nummer ziehen, warten. Die Nummer wird aufgerufen. Quittung der Bank und Pass abgeben, warten. Gegen kurz nach 16 Uhr kommt der Schalterbeamte mit unseren Pässen inklusive der hart erkämpften Visa zu uns in den Warteraum. Er freut sich vermutlich genauso, uns los zu sein, wie wir darüber, endlich dieses Stück Papier in den Händen zu halten. Die nächste Anekdote wartet schon mit dem Turkmenistan-Visum auf uns. Dieses gleicht noch mehr einem Lotteriespiel.

Am nächsten Tag packen wir und fahren ab. Es wird zusehends kälter und Zeit, dass wir an die warme Küste kommen. Mittlerweile sind wir dort angekommen und schreiben diese Zeilen aus Kaş, einem sehr netten, kleinen Dorf, in dem wir uns für die nächsten Wochen in ein Apartment eingemietet haben. Ende Januar geht es dann wieder auf die Straße. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Während des Wartens haben wir übrigens auch noch ein paar Fotos gemacht:

1 Kommentar

  1. Angelika Ruile

    Wir wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest in Kas – lasst es Euch gut gehn und feiert schön. Auch eine gute Weiterreise und hoffentlich mehr Glück mit den nächsten Visen 🙂

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