Asien Türkei

Kappadokien oder Nachtrag zu „Wo schlaft ihr eigentlich immer?“

Heißluftballons in Kappadokien im Gegenlicht der aufgehenden Sonne

Wir haben dem wilden Campen ja schon einen ganzen Beitrag gewidmet. Und dort festgestellt, dass es sie nur sehr selten gibt, diese absoluten Traumplätze in der Wildnis, bei denen einfach alles passt, man sich sicher fühlt und in einer unglaublichen Landschaft steht. Nun, zumindest im Winter, wenn nicht so viele Touristen in Kappadokien sind, können wir mit voller Überzeugung sagen, dass es sehr schwer werden dürfte unsere Stellplätze, auf denen wir hier gestanden haben, zu überbieten.

Wer noch nie von der Gegend gehört hat, Kappadokien ist ein UNESCO Weltkultur- und Naturerbe. Es handelt sich um außergewöhnlich geformte Felsformationen, die durch vulkanische Aktivität und Erosion entstanden sind. Zudem wurden diese sogenannten Feenkamine über Jahrtausende von der lokalen Bevölkerung ausgehöhlt und als Wohnräume oder Kirchen gebraucht. Es gibt ganze unterirdische Städte, die aber noch auf unserem Besichtigungsprogramm stehen. Überirdisch kann man tagelang die Gegend wandernd erkunden und entdeckt immer wieder andersartige Formationen. Ein touristisches Highlight ist eine Heißluftballonfahrt über diese faszinierende Landschaft. Und so steigen, sofern es das Wetter zulässt, jeden Tag zum Sonnenaufgang so viele Ballons auf, dass der Himmel voll davon scheint.

Obwohl es sicherlich ein fantastisches Erlebnis ist, haben wir aus Budgetgründen darauf verzichtet. Aber auch vom Boden aus ist das Spektakel atemberaubend. Und für uns das Beste: wir konnten mit Ramon die Nächte an zwei exponierten Plätzen verbringen, von denen wir großartige Blicke über die Täler und Schluchten hatten und an denen die Ballons direkt vorbeikommen. Niemand hat sich an uns gestört, es war fast schon selbstverständlich, dass wir inmitten dieser einzigartigen Szenerie mit unserem Fahrzeug stehen und dort die Nacht verbringen.

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