Streckenabschnitt des Pamir Highway, Tadschikistan, kurz hinter Murghab.

Der Pamir Highway – 1000 km Abenteuer

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Tadschikistan

Der Pamir Highway in Tadschikistan entlang der tadschikisch-afghanischen Grenze ist eine der legendären Strecken in der Overlanding-Welt. Er ist lang: mindestens über 1200 Kilometer je nachdem für wie viele Abstecher man sich entscheidet. Er ist hoch: Bergpässe über 4600 Meter müssen bewältigt werden. Er ist traumhaft schön: Anfangs im grünen Tal des Flusses Panj, später in den Hochebenen der Berge führt der Weg durch unglaubliche Landschaften. Und er ist streckenweise in unvorstellbar miserablem Zustand. Freunden, die vor uns fahren, brechen zum Beispiel eine Blattfeder, ein Stoßdämpfer, der Halter des Ersatzrads und manches mehr. Da bleibt dann auch mal ein Laster liegen und muss per Kran entladen werden oder ein Hänger bricht entzwei (er wurde übrigens an Ort und Stelle geschweißt und ist dann weitergefahren). Ein kleiner Eindruck der vielfältigen Tücken, die unterwegs lauern.

Bodenverwerfungen auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Aufgeworfener Asphalt auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Aufgeworfener Asphalt auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Wellblech und Schotter auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Schlaglöcher auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Ford Ranger auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Laster mit Panne auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Laster mit gebrochenem Hänger auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
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Die Route

Aber wo befinden wir uns eigentlich genau? Los geht es in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe, wo wir Ramon noch neue Stoßdämpfer an der Hinterachse spendieren. Sie waren dringend nötig und haben sicherlich ihren Anteil dazu beigetragen, dass wir die Strecke ohne Blessuren überlebt haben. Von Duschanbe fahren wir den nicht ganz so spektakulären aber dafür besser erhaltenen Streckenabschnitt in südöstlicher Richtung nach Kulob, anstatt direkt östlich nach Kalai-Khumb (Punkt 2 im Bild). Im Höhenprofil in der Karte ist gut ersichtlich, wie es höher und höher geht. In Khorogh (Punkt 3) entscheiden wir uns für den Weg durch das Wakhan Valley, welches weiter der Grenze zu Afghanistan folgt, bis der Weg dann ab Punkt 5 auf die Rekordhöhe von 4655 Meter am Ak Baital Pass ansteigt.

Neue Freunde

Wir lassen uns Zeit. Insgesamt sind wir zwei Wochen auf der Strecke unterwegs bis wir uns in Osh in Kirgistan eine Ruhepause gönnen. Die ganze Zeit auf dem Pamir Highway haben wir tolle Gesellschaft. Claudia und Florian, mit denen wir seit Usbekistan viele Tage und Abende verbracht hatten, müssen entgegen der Planung ohne uns auf den Pamir Highway gehen, weil unsere Stoßdämpfer aus Moskau eingeflogen werden und dafür ein paar Tage benötigen. An dieser Stelle ein weiteres großes Dankeschön an Anar und sein Werkstatt-Team aus Duschanbe! Ihr wart eine Riesenhilfe!

Noch in Duschanbe lernen wir unsere neuen Reisepartner kennen. Roland und Oli aus der Schweiz möchten ebenfalls den Pamir Highway fahren. Allerdings sind die beiden deutlich härter als wir, sie sind mit Motorrad und Zelt unterwegs. Wir verstehen uns so gut, dass sich die zwei unserem Schneckentempo anschließen und wir fast die gesamte Zeit auf dem Pamir Highway miteinander verbringen. Eine echte Bereicherung für uns, die das Erlebnis noch intensiver macht. Vielen Dank an Roland für das Foto vom fahrenden Ramon und für das Portraitfoto von uns!

Motorradfahrer auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Motorradfahrer auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Motorradfahrer am Bulunkul Lake, Tadschikistan.
Motorräder und Offroad Camper am Bulunkul Lake, Tadschikistan.
Daggi und Oli auf dem Pamir Highway, Tadschikistan.
Kinder auf dem Pamir Highway, Tadschikistan, an der afghanischen Grenze.
Mädchen auf dem Pamir Highway, Tadschikistan, an der afghanischen Grenze.
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Sensationelle Berg- und Talwelten

Und warum tut man sich mehr als 1200 Kilometer auf fürchterlichen Pisten an, wenn man doch auch direkt auf guten, asphaltierten Straßen von Usbekistan nach Kirgistan fahren könnte? Zum einen ist es natürlich ein Abenteuer, fernab von größeren Städten und Infrastruktur durch eine solche Gegend zu fahren. Vor allem ist da aber die wirklich atemberaubende Landschaft. Zu Beginn fahren wir lange im Tal des Flusses Panj, immer einen Steinwurf vom afghanischen Ufer entfernt. Alle paar Kilometer finden sich Siedlungen und saftig grüne Anbauflächen. Mal ist der Fluss eng und steinig, mal wird er breit und sandig, mäandert in vielen kleinen Bahnen durch sein Bett. Dann gewinnen wir an Höhe und nähern uns der Schneegrenze. Die Landschaft wird härter, behält aber eine fast schon grafische Linienführung. Die Formen und Schattierungen in Braun- und Schwarztönen haben wir so noch in keinem Gebirge gesehen. Und dann kommen wir ganz hoch auf über 4000 Meter und glauben im südamerikanischen Altiplano zu stehen. Mit dem Unterschied, dass es hier Yaks und keine Alpakas gibt. Es ist mit Sicherheit eine der schönsten Strecken, die wir jemals gefahren sind!

8 Kommentare

  1. Ford wird sich freuen… Reicht die mega Fotos ein!!! Gute Weiterreise…

    • Ganz lieben Dank! Du kannst uns ja mal nen Amarok besorgen, dann bekommt VW auch tolle Bilder 🙂

  2. Ingrid und Herbert

    Hallo, Ihr 2!
    Gratulation zur Bewältigung dieses irrsinnigen Pamir Highways! Unsere Bewunderung der fantastischen Fotos ist wieder einmal grenzenlos. Das wäre wirklich eine Bombenreklame für Ford und Euch. Gute Reise weiterhin!!
    Liebe Grüße
    Mum und Herbert

  3. Traumhaft !!! Sowohl die Landschaft als auch die Fotos.
    Gute Fahrt weiterhin.

  4. Hallo Oli, hallo Dagmar,

    bin gerade endlich mal wieder dazu gekommen euren Blog zu lesen. Mir fällt leider kein Superlativ ein der annähernd beschreibt wie toll eure Erzählungen und natürlich vor allem die Bilder sind!
    Bitte macht weiter so, ist wirklich spannend mitzulesen. 🙂

    Grüße aus München,

    Jan

    • Hey Jan,

      sehr klasse, von Dir zu hören! Es freut uns, dass wir Dich (fast) sprachlos gemacht haben. Vielen Dank für das große Kompliment!
      Versprochen, wir werden weitermachen, bis die Kohle (so gut wie) alle ist! Uns macht’s auch Spaß 🙂

      Viele Grüße nach München,
      Daggi & Oli

  5. Hallo Dagmar, hallo Oli,

    ich bin endlich auch wieder dazu gekommen, euren Block zu lesen und schätze, bei den klasse Bildern und eindrucksvollen Beschreibungen die ihr liefert, wird das in etwa bestimmt auch unsere nächste Reise. :-))
    Außerdem bin ich sehr beruhigt, dass Ramon so gut durchhält. Da haben wir uns ja das richtige Mobil ausgesucht. 😉

    Wir haben gerade unseren Ranger verschifft und starten in gut drei Wochen in Port Elizabeth unsere Reise durch Afrika. Ich hoffe, wir bekommen es auch hin einen Blog zu schreiben, der annähernd so gut wird wie eurer.

    Jetzt wünsche ich euch erstmal weiterhin aufregende tolle Erlebnisse, eine schöne Weiterreise und bleibt fröhlich und gesund.

    Bis bald dann mal aus Afrika liebe Grüße
    Christiane & Stefan

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