Bajterek-Turm in Nur-Sultan, Kasachstan

Transit durch Kasachstan

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Kasachstan

Wir haben in Kasachstan nicht nur gegessen, wie vielleicht unser letzter Beitrag zu Hawker Chan vermuten ließ. Es ist das neuntgrößte Land der Welt und wir müssen einmal von Süd nach Nord hindurch, um unser Ziel die Mongolei zu erreichen. Beim ersten flüchtigen Hinsehen sieht es auf der Karte zwar so aus, als könne man im äußersten Osten Kasachstans direkt in die Mongolei einreisen, doch das täuscht. Es gibt keine gemeinsame Grenze. Stattdessen müssen wir zunächst etwas weiter nördlich nach Russland, um in Barnaul den Kurs wieder auf Südost und endgültig Richtung Mongolei zu ändern. Ein echter Mehrgewinn, wie sich zeigen wird. Die russische Altai-Region, welche wir durchqueren, ist traumhaft. Doch davon in einem zukünftigen Blogpost mehr.

Erst einmal reisen wir also rund 1500 Kilometer weiter südlich im Südosten aus Kirgistan nach Kasachstan ein. Schlussendlich werden es ungefähr 2000 Kilometer Strecke, die wir bis zur russischen Grenze zurücklegen, da wir mehrfach vor der miserablen Straße der kürzesten Verbindung zur Grenze Nahe der Stadt Semei gewarnt wurden. Das bringt außerdem den Vorteil, dass wir uns auch die Vorzeigearchitektur Nur-Sultans, wie es seit einigen Monaten heißt, ansehen können.

Nur-Sultan, das ist der Vorname des dieses Jahr zurückgetretenen Präsidenten Nazarbayev, der das Land 29 Jahre lang regierte. Nach seinem Rücktritt wurde die Stadt von Astana, was schlicht Hauptstadt bedeutet, ihm zu Ehren umbenannt.

Weil ich nach der Begegnung mit einem kasachischen Polizisten in Almaty (siehe Durchs wilde Kirgistan) keine große Lust mehr auf das Fahren hier habe, wird Kasachstan für uns ein Transitland, in dem wir auf Umwege verzichten und uns nur wenig ansehen. Schade eigentlich, Kasachstan hat landschaftlich sehr viel mehr zu bieten als endlose Steppe. Aber vielleicht bessert sich die Situation in Zukunft. Uns bleibt allemal ein schönes Urlaubsziel für später erhalten.

Nun aber der Reihe nach. Unser erstes Ziel, der Scharyn Canyon, ist wie der Grand Canyon in den USA, nur etwas kleiner und mit weniger Besuchern. Außerdem eignet er sich hervorragend für Hochzeitsfotos.

Auf den Canyon folgt Almaty, das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt liegt sehr schön am Rand des Tian Shan Gebirges. Wir nutzen die Zeit dort um gut zu essen (falls wir das noch nicht erwähnt haben sollten), Autopflege (es gibt seit der Türkei erstmals wieder eine Ford Vertragswerkstatt) und lassen uns durch die Stadt treiben.

Die schönste Zeit verbringen wir im Naturschutzgebiet Bektau Ata. Geplant war eine Übernachtung, aus der schlussendlich vier wurden. Die Gegend ist toll, aber der Grund für unseren langen Aufenthalt war die wunderbare Gesellschaft, die wir dort hatten. Wir haben die Zeit mit Timo und Steffi und ihren beiden Hunden Lasse und Leela, die alle zusammen in einem ehemaligen Bus der Berliner Polizei unterwegs sind, sehr genossen. Wer gerne mehr von ihnen sehen möchte, guckt am besten bei Instagram nach thegoodgreenbus.

Das letzte Bild zeigt eine Rakete, die eines Nachts über uns den Himmel erleuchtet hat. Die Raketenbasis Baikonur liegt nur knappe 1000 km Luftlinie entfernt und wir hatten das Glück, dieses Schauspiel, das selbst aus weiter Ferne noch enorm beeindruckend ist, zu erleben.

Zur letzten Station Nur-Sultan lassen wir lieber Bilder statt Worte sprechen. Wer sich ein wenig für moderne Architektur interessiert, dem können wir einen Besuch ans Herz legen.

3 Kommentare

  1. Es macht wie immer einen riesen Spaß Eure Berichte zu lesen und die beeindruckenden Fotos zu genießen. Sowohl die Landschaften, als auch die Architektur der Städte sind gewaltig. Weiterhin gute Reise und viele schöne Erlebnisse. Ich freu mich schon auf Euren nächsten Beitrag. LG

    • Vielen Dank für die lieben Worte!! Das spornt uns an und ein nächster Beitrag ist bereits in Arbeit. 🙂 LG nach Hause!!

  2. Ingrid und Herbert

    Hallo, Ihr 2!
    Endlich sitze ich hier und kann wieder einmal die vielen umwerfenden Fotos bewundern. Bei diesen Landschaften, Farben, Stimmungen und, und, und, haut es mich einfach vom Hocker! Wer Kasachstan so wie ich nicht kennt, würde niemals dort solch eine Wahnsinnsarchitektur vermuten, und dass es dort Menschen gibt, die diese verrückten Ideen in die Tat umsetzen können. Ich bin total beeindruckt und begeistert.
    Habt weiterhin schöne Erlebnisse und eine reibungslose Fahrt!
    Liebe Grüße Mam und Herbert

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