Unser Reisemobil

Ramon El Caracol ist unser Reisemobil. Er ist ein Ford Ranger, der im Jahr 2011 in Thailand das Licht der Welt erstmals erblickte. Über Tschechien gelangte er nach einer 2-jährigen halterlosen Reise zu seinem ersten Zuhause bei Karin und Peter, die ihm eine Alukabine aufsattelten und diese liebevoll und sehr gemütlich ausbauten.

Wie wir zueinander fanden

Auf der Adventure Southside 2017 nahm das Schicksal dann seinen Lauf. Wir standen dort mit unserem Nissan Evalia und waren schon länger auf der Suche nach möglichen Langzeit-Reisemobilen. Der Traum eines Toyota HZJ platzte immer wieder aus finanziellen Gründen. Vielleicht ein Defender? Vielleicht doch etwas Größeres? Wir sind beide keine Schrauber, also ein möglichst zuverlässiges Gefährt. Aber welches Gefährt ist denn nun zuverlässig? Man kann immer Glück oder Pech haben. Ford hatten wir nie in die engere Auswahl gezogen, aber das „Zu Verkaufen“ Schild in dem Fahrzeug zwei Plätze weiter war nicht zu übersehen und so ließen wir uns von Karin und Peter zwei Stunden lang alle Details zeigen. Etliche Mails mit Fragen und eine Fahrt zu den beiden nach Hause folgten bevor wir schließlich circa sechs Wochen später gegen Ende August 2017 unseren neuen Weggefährten abholten. Er soll uns ein Zuhause werden und uns in Ruhe und Gelassenheit überall hinbringen.

Der Ausbau

Auf dem Rücken trägt Ramon eine ORTEC Minicamp Alukabine. Den gesamten Innenausbau der Kabine haben Karin und Peter selbst gemacht, so dass wir uns in ein bereits gemachtes Nest setzen konnten. Wir haben selbst nur noch Kleinigkeiten und Details geändert, die uns allerdings auch noch viel Grübeln, Recherchieren, Basteln, Zeit und Geld kosteten.

Außerdem bauten wir noch ein Regal auf die Rückbank der Fahrerkabine. Dort finden möglichst tief unten die schwersten Gegenstände ihren Platz: Wasser (zwei 15-Liter Kanister im Fußraum hinter den Sitzen), Ersatzteile, Werkzeug, die Kühlbox und diverse weitere Teile.

Ortec Minicamp Innenausbau
Ortec Minicamp Innenausbau
Ford Ranger Extracab Rückbankausbau
Ford Ranger Extracab Rückbankausbau
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Neue Einbauten

Um etwas komfortabler auf eine lange Reise gehen zu können, entschlossen wir uns, einige größere Modifikationen durchführen zu lassen. Silke und Knut von 4×4 Innenausbau waren uns dabei eine enorme Hilfe. Die beiden bieten nicht nur fertige Konzepte und Material für den Selbstausbau von offroad-tauglichen Campingfahrzeugen, sondern führen mit viel Know-How und Kompetenz auch kompliziertere Arbeiten an Fahrzeugen durch. Vielen Dank nochmals für die tolle Beratung und die klasse Arbeit. Dank Knut besitzt Ramon nun eine Standheizung, einen Ladebooster (vorher wurden die Bordbatterien nur über Solar oder Landstrom geladen) und eine Zusatzluftfeder hinten.

Ein weiterer großer Dank gilt Friedrich Schiffbäumer vom Ford Autohaus Drechsler und Schiffbäumer. Er hat sich viel Zeit genommen, alle unsere Fragen zu womöglich notwendigen Ersatzteilen und Wartungsarbeiten unterwegs zu beantworten, hat uns alle Abschmierpunkte am Fahrzeug gezeigt und war immer ein geduldiger Ansprechpartner. Bei Drechsler und Schiffbäumer wurde auch der originale Dieseltank gegen einen von Long Ranger getauscht. Damit steigt die Dieselkapazität von 70 auf 126 Liter und die Reichweite deutlich.

Habt ihr nach dieser Vorstellung selbst Lust auf das Reisen mit einem Pickup mit Wohnkabine bekommen? Es hat einige unschlagbare Vorteile. Welche genau das sind und viele weitere Tipps rund um das Thema Wohnkabinen auf Pickups bietet die Seite: https://wohnkabinen.online/

Schaut doch mal rein!

Weitere Umbauten

Nachdem wir bereits während unserer Tour durch Zentralasien zwei Mal die hinteren Stoßdämpfer tauschen mussten (einmal in Tadschikistan, siehe Der Pamir Highway – 1000 Kilometer Abenteuer und ein weiteres Mal in Kasachstan), stand schon vor unserer Rückkehr fest, dass wir am Fahrwerk Verbesserungen durchführen wollten.

Wir haben nun entsprechend unseres Reisegewichts die stärksten OME Federn hinten und individuell angepasste Stoßdämpfer vorne und hinten. Diese stammen von Ralf Ehlermann (https://re-suspension.de/) und bewirken wirklich Wunder. Das Fahrzeug liegt sicher und straff auf der Straße und schaukelt nicht mehr wie ein schwerfälliges Schiff von einer Seite auf die andere. Es ist eine enorme Verbesserung im Fahrverhalten und entsprechend eine deutliche Erhöhung der Fahrsicherheit.

Um unseren Luftfilter zu entlasten und weniger häufig tauschen zu müssen, wurde außerdem ein Schnorchel mit Zyklonfilter nachgerüstet. Auch im Wohnbereich gibt es einige Verbesserungen. Die Batterien mussten ersetzt werden, statt einer manuellen Handpumpe ist nun eine elektrische Tauchpumpe verbaut, der Bettauszug wurde mit einem Alurahmen neu konstruiert, wodurch wir im Alkoven rund neun Kilogramm weniger Gewicht spazieren fahren. Und wir freuen uns jeden Tag über einen dimmbaren LED-Streifen, der unter der Decke verklebt ist und ein schönes, weiches Licht macht.

Nach einem umfangreichen Check bei unserer Fordwerkstatt sind wir nun guter Dinge, nach bestem Gewissen vorbereitet in den nächsten Teil unserer Reise Richtung Afrika zu starten.

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